Zertifizierter Hundetrainer und Verhaltensberater
nach den Richtlinien der Tierärztekammer Schleswig-Holstein
J e n s E i k e l m a n n
Die Bedeutung von Grenzen setzen in der Hundeerziehung.
Der Hund im Familienverbund wie auch unter Artgenossen muss lernen bestimmte
Grenzen einzuhalten. Das beginnt schon im frühesten Welpenalter und setzt sich ein
ganzes Hundeleben lang fort. Das Setzen von Grenzen und deren Respektierung
und Einhaltung regelt das Zusammenleben von Mensch und Hund und natürlich
auch das Zusammenleben von Hund und Hund.
Diese Grenzen müssen klar definiert werden und dürfen nicht „schwammig“ oder
„nebulös“ sein.
Was aber ist zu tun, wenn der Hund seine Grenzen beim Menschen überschreitet?
Hier gilt es herauszufinden, warum er das tat.
War die Grenze nicht klar genug für den Hund („Was will der/die denn jetzt von
mir?“)?
Testet er bewusst diese Grenze aus („Ich mache mal etwas, mal sehen, was
passiert.“)?
Interessiert es den Hund überhaupt, ob ich als Mensch ihm eine Grenze gesetzt
habe („Wer bist denn du, der mir sagt, was ich zu tun und zu lassen habe?“)?
Diese und viele ähnliche Fragen sollte man sich stellen und auch ehrlich für sich
beantworten. Nur dann kann man geeignete Erziehungsmaßnahmen für Mensch und
Hund ergreifen.
Ganz wichtig beim Grenzensetzen ist, dass man auch erkennt, wenn der Hund seine
Grenzen einhält und das er dafür dann auch gelobt wird („Fein hast du das gemacht!“
oder „Feine Maus!“).
Jens Eikelmann
Hundeschule Fränkische Schweiz